Vorhangstoff aus Cretonne

Vorhangstoff aus Cretonne – für eine blickdichte, dekorative Fensteroptik. Cretonne (deutsche Schreibweise Kretonne) ist ein hochwertiger Baumwollstoff, der eine etwas festere Stoffeigenschaft besitzt. In einer feinfädigen Ausführung findet der Cretonne Verwendung als Wäschestoff für Bett- Tischwäsche. In der mittelkräftigen Variante ist er ein beliebter Dekorations- und Vorhangstoff. Für jeden Einrichtungsstil und individuelle Wohnvorlieben ist der Stoff Cretonne in der passenden Farbe und mit dem geeigneten Stoffmuster erhältlich. Im Jahr 1640 brachte der Textilunternehmer Paul Creton aus Vimoutiers in der Normandie (Frankreich) den beliebten und robusten Dekostoff in den Handel. Der etwas dichtere und schwere Vorhangstoff schützt im Sommer vor Sonneneinstrahlung und hält im Winter Kälte und Zugluft ab.

Die hochwertige Cretonne -Qualität schafft Wohnatmosphäre

Der Dekostoff wird auch von seiner Webart (Leinwandbindung) her als Cretonne bezeichnet. Stoffe aus Baumwolle sind sehr reißfest und erweisen sich als gute Druckstoffe. Da der Cretonne ein weniger weichfallender Stoff ist, eignet er sich gut für Schiebevorhänge. Der Cretonne wird naturfarben, gebleicht, mit Färbung und bedruckt angeboten. Der Druck besteht oft aus stilisierten Blumenmotiven in verschiedenen Größen.

Robuster, pflegeleichter Stoff

Der blickdichte Vorhangstoff ist fest im Griff und zeigt keinen Glanzeffekt. Der Stoff selbst ähnelt in seiner Optik dem unbeschichteten Baumwollstoff Chintz. Die Reinigung des Cretonne-Vorhanges wird vereinfacht durch die Tatsache, dass dieser Stoff sich als unempfindlich gegen hohe Wasch- und Bügeltemperaturen erweist.

Die Beliebtheit des Kretonne als Wohntextilie führt dazu, dass der Möbelcretonne, ein etwas kräftigeres Gewebe mit starken Fäden, für Polsterungen verwendet wird. Die schöne Cretonne-Qualität trägt wesentlich zu einem harmonischen und angenehmen Wohnambiente bei.

Chintz Vorhangstoff – das sollten Sie wissen

Unter Chintz Stoff versteht man einen dünnen, durch eine Veredelungsschicht glänzenden Baumwollstoff in Leinwandbindung. In Indien, wo die Baumwolle ideale Wachstumsbedingungen hatte, webte man schon im vor dem 16. Jahrhundert diese Stoffe und bedruckte sie mit phantasievollen Blumenarrangements und Ornamenten auf hellem Untergrund.

Briten brachten Chintz Stoffe aus Indien nach Europa

Der Siegeszug des Stoffes Chintz in Europa begann im 17. Jahrhundert durch das Wirken der Britischen Ostindien-Kompanie in England. Die schimmernden Gewebe unterschieden sich in Dicke und Färbeverhalten deutlich von der einheimischen Wolle der Inselschafe und das wohlhabende Bürgertum schätzte Kleider aus dem neuen Stoff, die an die farbenprächtigen Gewänder der Adeligen aus Seide erinnerten.

Die mit farbigen Blumenmustern üppig bedruckten Stoffe inspirierten sogar Porzellanhersteller zum so genannten Chintz-Porzellan, das heute noch bei privaten Zusammentreffen des Englischen Königshauses gedeckt wird. In der neuzeitlichen Europäischen Textilherstellung werden neben der klassischen Wachsschicht auch vermehrt moderne Ausrüstungen aus Polymeren angeboten, bei denen eine Polyesterschicht (PES) aufgebracht wird, um Glanz, Farb- und Waschbeständigkeit der Stoffe zu erreichen und zu verbessern.

Chintzstoff schön anzusehen, problematisch zu reinigen

Achten Sie bei der Wahl neben dem Design deshalb auch an die von Ihnen gewünschte Verwendung. Einfache Chintze sind nicht oder nur sehr eingeschränkt waschbar. Sie knittern ähnlich leicht wie Leinen, sind aber durch den Glanz stets elegant und repräsentativ. Sie werden durch die Beschichtung unter Hitze und Druck stabil und schmutz- und staubabweisend. Als Vorhangstoff dämpfen sie das einfallende Licht, wirken durch die Drucke dabei sehr farbenprächtig und setzen florale oder ornamentale Akzente bei ansonsten zurückhaltender Farbgebung im Innenraum von Büro oder Wohnraum.