Was kennzeichnet einen Vorhangstoff?

Vorhangstoff – Was ist das und welcher Stoff ist der richtige für einen schönen und zweckdienlichen Vorhang? Was also ist ein gut geeigneter Vorhangstoff? Vielleicht fängt man vor der Beantwortung dieser Frage noch ein bisschen weiter vorne, mit dem Unterschied zwischen Gardine und Vorhang bzw. deren Beschaffenheit an. Während Gardinen Licht in den Raum einlassen und dabei einen schönen Eindruck vermitteln sollen, ist der Vorhang undurchsichtig und dunkelt den Raum ab. Für den Vorhang stehen deshalb ganz andere, verschiedene Stoffe zur Verfügung. Die meistens dieser Vorhangstoffe sind Stoffe aus „schweren“ Materialien wie beispielsweise Viskose, Baumwolle oder Samtstoffe. Durch ihre Eigenschaft der Lichtundurchlässigkeit werden sie oftmals in der Nacht vor die Fenster gezogen. Tagsüber sind sie eine Zierde, die neben den Fenstern angebracht werden und daher einen betonenden Rahmen geben können.

Was sollte bei der Vorhangstoff Auswahl beachtet werden?

Vorhänge gibt es in vielen verschiedenen Farb- und Stoffvariationen. Ausschlaggebend ist zunächst, der persönliche Geschmack und die übrige Einrichtung. Die Farbe und das Muster des Vorhangstoff sollte sich harmonisch in das Gesamtbild des Raumes einfügen. Bei der Anschaffung von Vorhängen eignet sich der farbliche Vergleich mit den Möbeln. Der Vorhang sollte im Idealfall farblich mit den Möbeln übereinstimmen. Haben die Möbel verschiedene Farben, so können farbliche Gemeinsamkeiten gefunden werden. Sind die Möbel in hellen Naturholztönen gehalten, dann sollte der Vorhang diesen Farbtönen folgen. Auch das Material des Vorhangs sollte den Vorgaben der Möbel folgen. Rustikale Möbel sollten mit einem schweren Vorhang abgerundet werden. In Räumen mit klaren Strukturen und hellen Echthölzern (wie z.B. Weichholzmöbel) sollte ein Vorhang mit Naturfasern wie Baumwolle aufgehängt werden.

Was unterscheidet Vorhänge von Gardinen?

Umgangssprachlich scheint es dasselbe zu sein und dennoch gibt es einen grundsätzlichen Unterschied zwischen Vorhang und Gardine. Der große Unterschied vor dem Fenster wird einem vor allem dann bewusst, wenn man versucht Wohnung oder Haus einzurichten. Bei der Einrichtung von Wohnungen, Praxen und Büros spielt die Gestaltung von Fenstern und Terrassentüren eine wichtige Rolle. Gardinen und Vorhänge haben – so merkwürdig das vielleicht auch klingen mag – einen maßgeblichen Anteil an der Atmosphäre eines Raumes. Ferner erfüllen sie verschiedene Zwecke, die die Nutzung des Raumes beeinflussen.

Transparenter Stoff für Gardinen

Gardinen bestehen entweder aus zarten, transparenten Stoffen oder aus sehr grob gewebtem oder gehäkeltem Material. Sie wirken in jedem Fall „durchsichtig“ – man kann also gegen einfallendes Licht durch sie hindurchsehen. Gardinen werden üblicherweise direkt vor das Fenster gehängt, sodass der Einblick von außen in den Raum nicht möglich ist, andersherum jedoch schon. Ein weiterer Effekt der direkt vor dem Fenster befindlichen Gardine ist die Filterung des Lichteinfalls. Durch die Gardine entsteht ein weicheres Licht im Raum, harte Kontraste durch direkte Sonneneinstrahlung werden abgemildert. Nicht zuletzt ist auch der Schmuck des Fensters ein Zweck, den die Gardine zu erfüllen hat. Unzählige verschiedene Designs stehen zur Auswahl, für jeden Einrichtungsstil und Geschmack gibt es die passende Gardine.

Schwerer, lichtundurchlässiger Stoff für den Vorhang

Der Vorhang ist im Gegensatz zur Gardine meistens aus schwereren Stoffen gefertigt. Er wird vor die Gardine gehängt und begrenzt diese seitlich. Da heutzutage fast jedes Fenster mit Rollläden ausgestattet ist, erfüllt der Vorhang überwiegend dekorative Zwecke. In früheren Jahren lag der Sinn des Vorhanges darin, abends den Raum nach außen abzuschirmen, indem die Vorhänge über die Gardinen gezogen wurden. So war einerseits bei Nacht der Einblick von außen in den beleuchteten Raum nicht mehr möglich, andererseits wirkte ein Vorhang auch gegen durch undichte Fenster einströmende Kälte.